Chronik des Vereins
Alle Jecken
Für ein Comeback des Dormagener Karnevals sorgte in erster Linie Klaus-Josef Schmitz, fast allen bekannt als Schmitze Klös, der seinen Bazillus „Karneval“ auf viele kleine und grosse Dormagener übertragen hat. Was mit einem Umzug für Kinder mit Kinderprinz Jürgen I. (Obladen) begann, wurde mit der Gründung der KG „Ahl Dormagener Junge“ am 21. Oktober 1977 fortgesetzt.
Die Idee in gemütlicher Runde an der Theke hatten die Ehepaare Schmitz, Rheinfurth und Boecker, Annie Rottländer und Hans Ulrich Thiel.
In der ersten Session 1978/79 kam der Elferrat auf eine Bühne, die von den Mitgliedern in der Freizeit gebaut wurde. Ebenso entstand der Prinzenwagen, von dem aus Prinz Charly I. (Faßbender) Kamelle warf. In diesem Jahr war Uwe Doderer Kinderprinz und ein Kindertanzcorps begleitete den Prinzen zu seinen Auftritten. Auf der Bühne sorgte das Herrenballett der KG, die „Geechknöppele“, für seine ersten Lacherfolge.
Die offizielle Schlüsselübergabe durch den Bürgermeister auf dem Balkon des Rathauses war der Startschuss des mittlerweile traditionellen Möhneballs und machte den Prinzen zum Herrscher über Dormagens Narren. Am Karnevalssonntag unterstützte ein Grossteil der Dormagener Geschäftswelt und private Spender die KG anlässlich des „Stippeföttche-Tanzens“ in der Dormagener City.
Seit Prinz Hans I. (Wickert) regierte, wird der Prinz alljährlich von zwei Hofdamen und einem Standartenträger begleitet.
1984 schwebten die „Jiffelsfött“ als Damenballett das erste Mal über die Bühne, die fleissigen „Bienen“ der KG. Am 17. Februar 1985 gingen die Dormagener zum ersten Mal im Kostüm zur Messe in kölscher Mundart mit Diakon Peter Meier, der in die geschmückte Kirche „Maria vom Frieden“ einlud.
1986/87 wirbelte zum ersten Mal ein Jugendtanzcorps, bestehend aus fünf Pärchen über die Bühne. In der gleichen Session setzte sich der Präsident Wilfried Rheinfurth dafür ein, dass die Dormagener Narren mit Prinz „Edi, dem Tänzer“ (Radatz) im Festzelt am Rathaus tanzen konnten. Die Besucherzahl übertraf alle Erwartungen. Ebenfalls seit 1987 hat die KG eine eigene Hymne (Melodie : Goldene Trompeten; Text : Wilfried Rheinfurth), die immer wieder mit Begeisterung gesungen wird.
Noch heute findet nach der „Messe op Kölsch“ am Karnevalssonntag ein Brunch der aktiven Gesellschaftsmitglieder in der Gaststätte „Bei d`r Tant“ statt. Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei, jedoch nicht, bevor nicht das traditionelle Fischessen stattgefunden hat. Inzwischen erfreut sich der Dormagener Karneval mit seinen Veranstaltungen wachsender Beliebtheit bei gestiegener Mitgliederzahl und zunehmender Anerkennung. Bleibt zu hoffen, dass auch weiterhin viele fleissige Hände und grosszügige Spender dem Dormagener Karneval ein Weiterleben ermöglichen.
